Rechtsanwalt für Strafrecht
in München und Grünwald

Jugendstrafrecht

Das Jugendstrafrecht ist eine ganz eigene Materie im Strafrecht mit vielen Besonderheiten. Anders als im allgemeinen Strafrecht („Erwachsenenstrafrecht”), wo sich die Höhe der Strafe maßgeblich nach der Schuld des Täters bemisst, stehen im Jugendstrafrecht fast ausschließlich spezialpräventive, also erzieherische Gesichtspunkte im Vordergrund.

Nicht die Tat, sondern die Person des Täters steht im Mittelpunkt. Generalpräventive Erwägungen wie Abschreckung, Vergeltung und Sühne spielen anders als im Erwachsenenstrafrecht bei der Bemessung der Strafe keine Rolle. Vielmehr ist es förderlichstes Ziel, den Täter zu erziehen, zu sozialisieren und zu resozialisieren.

Anwendung des Jugendstrafrechts

Das Strafrecht kennt verschiedene Alters- und Reifestufen, wobei das Alter im Zeitpunkt der Tatbegehung maßgeblich ist, ob das allgemeine Strafrecht oder das Jugendstrafrecht angewendet wird:

Sanktionen

Die Sanktionsmöglichkeiten im Jugendstrafrecht untergliedern sich in drei Gruppen: Erziehungsmaßregel, Zuchtmittel und Jugendstrafe. Das Gericht muss die Maßnahme auswählen, die am geeignetsten ist, um das Ziel der Resozialisierung des Täters zu erreichen.

Daneben kann die Staatsanwaltschaft oder das Gericht unter anderem dann von der Verfolgung der Tat absehen oder das Verfahren einstellen, wenn eine erzieherische Maßnahme bereits durchgeführt oder eingeleitet ist. Auch kann das Bemühen eines Jugendlichen, einen Ausgleich mit dem Opfer zu erreichen, zur Einstellung führen.

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